Fallschutz
Absturzsicherungen umfassen die gesamte Bandbreite an PSA (Persönliche Schutzausrüstung) und Systemen, die für Arbeiten in der Höhe konzipiert sind. Ihre Aufgabe? Den Absturz verhindern oder ihn abfangen, sollte er dennoch eintreten. Da sie für die Sicherheit und den Komfort der Teams von entscheidender Bedeutung sind, müssen sie mit größter Sorgfalt ausgewählt werden. Gesetzlicher Rahmen, Einsatzbereich, vertrauenswürdige Marken – überlassen Sie nichts dem Zufall.
Gesetzlicher Rahmen, Schulung und PrüfungDas Arbeitsgesetzbuch schreibt vor, dass kollektive Schutzmaßnahmen wie Geländer, Netze oder die Schaffung gesicherter Zugänge Vorrang haben. Erst wenn diese Lösungen nicht umsetzbar oder nicht ausreichend sind, sollte auf PSA gegen Absturz zurückgegriffen werden.
Für den vorschriftsmäßigen Einsatz dieser Ausrüstung ist eine Schulung für Arbeiten in der Höhe verpflichtend. Dabei werden Themen wie das richtige Anlegen des Sicherheitsgeschirrs, die Berechnung der erforderlichen Absturzhöhe, sichere Fortbewegung sowie Rettungsverfahren behandelt. Zudem muss ein Rettungsplan vorliegen, um ein längeres Hängen in der Absturzsicherung zu vermeiden.
Absturzsicherungen müssen CE-gekennzeichnet, normkonform und regelmäßig geprüft sein (mindestens einmal jährlich durch eine sachkundige Person). Diese wiederkehrende PSA-Prüfung stützt sich auf die Rückverfolgbarkeit (Seriennummer, Prüfbuch) sowie die Sichtprüfung vor jedem Gebrauch (Gurtbänder, Nähte, Verbindungselemente, Sturzanzeiger).
Gut zu wissen: Seit dem 1. Januar 2025 verpflichtet das französische AGEC-Gesetz Unternehmen dazu, ihre textilen PSA zu sortieren und dem Recycling zuzuführen. Rubix unterstützt Sie bei dieser Umstellung mit einer einfach umsetzbaren Recyclinglösung.
Überblick über die Ausrüstung gegen AbsturzHier die wichtigsten Komponenten eines Absturzsicherungssystems:
- Der Auffanggurt (EN 361): Er bildet das Herzstück des Systems und verteilt die im Falle eines Absturzes auf den Körper wirkenden Kräfte, um innere Verletzungen zu vermeiden. Je nach Einsatzart verfügt er über einen oder mehrere Anschlagpunkte (dorsal, sternal, seitlich). Er kann mit einem Haltegurt (EN 358) kombiniert werden.
- Das Verbindungsmittel (EN 354): Es verbindet den Auffanggurt über einen Karabiner mit dem Anschlagpunkt. Es ist als Gurtband, Seil oder Kabel erhältlich und in einfacher oder doppelter (Y-Form) Ausführung.
- Der Falldämpfer (EN 355): Er ist entweder in das Verbindungsmittel integriert oder wird nachträglich ergänzt und dämpft im Falle eines Absturzes einen Teil des Aufpralls.
- Das mitlaufende Auffanggerät mit automatischer Sicherheits-Aufrollvorrichtung (EN 360): Oft auch „Höhensicherungsgerät" genannt, handelt es sich um ein Gurtband oder Kabel, das sich automatisch blockiert, um die Fallstrecke zu begrenzen. Manche Rückzugsvorrichtungen verfügen zusätzlich über eine Abseil- oder Rettungsfunktion, um die Evakuierung zu erleichtern.
- Anschlageinrichtungen und Sicherungssysteme (EN 795): Sie bilden den Befestigungspunkt des Systems. Anschlageinrichtungen können fest installiert (Träger, Wände, Decken, Dachstühle) oder temporär (Bandschlingen, Dreibeinstative, mobile Anschlagbalken) sein. Horizontale oder vertikale Sicherungssysteme ermöglichen es dem Anwender, sich fortzubewegen und dabei stets mit einem sicheren Anschlagpunkt verbunden zu bleiben.
- Mitlaufende Auffanggeräte an fester Führung (EN 353-1 / EN 353-2): Sie kombinieren eine Führungseinrichtung (starre Schiene oder flexibles Kabel bzw. Seil) mit einem mitlaufenden Gerät, das dem Anwender folgt und sich im Falle eines Absturzes automatisch blockiert. Sie kommen vor allem bei vertikalen Aufstiegen, Leitern, Masten oder Pylonen zum Einsatz.
- Verbindungselemente (EN 362): Sie stellen die Verbindung zwischen den einzelnen Systemkomponenten her. Die Modelle unterscheiden sich im Material (Stahl für hohe Robustheit, Aluminium für geringes Gewicht), in der Öffnungsgröße (klein, groß, automatisch) und im Verriegelungssystem (Schraubverschluss, automatisch, Triple-Lock).
- Sets für Absturzsicherung: Sie vereinen alle notwendigen Komponenten für eine bestimmte Aufgabe.
- Ziel: Verhindern, dass der Anwender in den Absturzbereich gelangt.
- Zusammensetzung: Auffanggurt + Verbindungsmittel ohne Falldämpfer + Anschlagpunkt, positioniert zur Begrenzung des Bewegungsspielraums.
- Einsatzbereich: wiederkehrende Arbeiten am Rand von Gefahrenzonen (Flachdächer, Plattformen).
- Ziel: Einen Absturz abfangen, sollte er eintreten.
- Zusammensetzung: Auffanggurt + Verbindungsmittel mit Falldämpfer. Erfordert die Berechnung der Absturzhöhe sowie einen Rettungsplan.
- Einsatzbereich: erhebliche Höhe oder hohes Risiko des Gleichgewichtsverlusts (Bauwerke, Dachstühle, Hubarbeitsbühnen).
- Ziel: Den Anwender stabilisieren, damit er mit freien Händen arbeiten kann.
- Zusammensetzung: Auffanggurt mit Haltegurt + Verbindungsmittel zur individuellen Positionierung. Bei bestehendem Absturzrisiko mit einem Auffangsystem zu kombinieren.
- Einsatzbereich: Tätigkeiten, die freie Hände erfordern (Aufhängung, Dachrand usw.).
- Ziel: Die sichere Fortbewegung eines Anwenders ermöglichen.
- Zusammensetzung: Sicherungssystem (horizontal) oder Läufer (vertikal) + Anschlagpunkt.
- Einsatzbereich: vertikal zur Begleitung beim Auf- und Abstieg (feste Leiter, Pylon, Silo) sowie horizontal zur freien Fortbewegung (Anschlagpunkt auf dem Dach, Laufsteg, Dachstuhl).
Die erste Frage, die sich stellt, ist ganz einfach: Soll ein Absturz verhindert oder abgefangen werden? Im ersten Fall genügt ein Rückhaltesystem, um den Anwender auf sicherem Abstand zur Absturzkante zu halten. Im zweiten Fall ist ein vollständiges Auffangsystem erforderlich.
Auch die Arbeitsumgebung beeinflusst die Wahl der Ausrüstung. So empfiehlt sich für die freie Fortbewegung auf einem Dach ein horizontales Sicherungssystem, während ein vertikaler Steigschutzläufer auf einem Pylon oder einer Leiter die notwendige Sicherheit bietet. Zudem bestimmen die Einsatzbedingungen (Staub, Feuchtigkeit, Hitze, Chemikalien) die Wahl des Materials für Gurtbänder, Seile, Schienen und Befestigungen.
Abschließend ist sicherzustellen, dass jede Systemkomponente den geltenden Normen entspricht und mit den übrigen Komponenten kompatibel ist. Setzen Sie auf vertrauenswürdige Marken, um die Sicherheit Ihrer Teams und die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.
Marken, denen Sie vertrauen könnenRubix führt anerkannte Hersteller, die für die Zuverlässigkeit ihrer Lösungen bekannt sind:
- 3M: Weltweit führender Anbieter von Absturzsicherungen, insbesondere durch die Produktreihen DBI-SALA™ und Protecta™. Bekannt für die Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Ergonomie seiner Auffanggurte, Verbindungsmittel und Rückzugsvorrichtungen.
- Petzl: Spezialist für Arbeiten in der Höhe und Rettungseinsätze. Die technischen Lösungen sind für Industrie, Instandhaltung und komplexe Einsätze konzipiert.
- Honeywell Miller: Referenzmarke für Höhensicherungsgeräte, Auffanggurte und Sicherungssysteme. Robuste Produkte, die perfekt auf anspruchsvolle Umgebungen abgestimmt sind.
- Tractel: Bekannt für seine Anschlageinrichtungen, das Absturzsicherungssystem Blocfor™ sowie Sicherheits-Dreibeinstative, die häufig auf temporären Baustellen eingesetzt werden.
- Corderie Mesnard: Französischer Spezialist für Seile und textile Komponenten. Geschätzt für die Qualität seiner Verarbeitung.
- GISS (exklusive Rubix-Marke): Entwickelt, um den gängigen Anforderungen von Fachleuten gerecht zu werden, bietet diese Marke zuverlässige, normkonforme und wirtschaftliche Produkte, die perfekt für den regelmäßigen industriellen Einsatz geeignet sind.
Wie Sie sehen, müssen Absturzsicherungen Zuverlässigkeit, Komfort und die Einhaltung geltender Normen miteinander vereinen. Nutzen Sie unsere Expertise als PSA-Anbieter sowie unsere Auswahl anerkannter Marken, um die Sicherheit Ihrer Teams zu gewährleisten!
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